Wert ist nicht Preis.
Asset Pricing, angewandt auf den Fußball.
Die vollständigen Kosten, aus jeder Perspektive betrachtet.
Eine Ablösesumme ist das Ergebnis einer Verhandlung und wird von den Umständen des jeweiligen Deals geprägt. Zudem ist sie nur ein Teil, oft der kleinere, der Kosten für den Erwerb eines Spielers, zu denen auch Gehalt und Transaktionskosten gehören.
Gemäß internationaler Praxis im Asset Pricing berücksichtigt Standard Football die vollständigen Erwerbskosten. Auf Basis des Kapitalwerts und des Optionswerts der Vertragsfortführung entsteht ein Set von Wertindikatoren, das die spezifische Position jeder der drei beteiligten Parteien abbildet: des Spielers, des abgebenden Clubs und des erwerbenden Clubs.
Daneben liefert Standard Football einen standardisierten Referenzwert: den Wert eines Spielers für einen Club des entsprechenden Niveaus, unter standardisierten Annahmen zu Vertrag, Gehalt und Leistungsprognose. Er ist ein objektiver Näherungswert für den impliziten Wert des Vermögenswerts zum Bewertungsstichtag.
Sechs Grundsätze, in der Methode verankert.
| Wissenschaftlich | Der Spieler wird als ertragsgenerierender Vermögenswert unter Unsicherheit behandelt. Die Bewertung folgt den Ansätzen der internationalen Bewertungspraxis (Ertrag, Markt, Kosten), mit Vorrang der ertragsorientierten Bewertung. Deterministische Modelle messen das Beobachtbare; stochastische Modelle aus der Realoptionstheorie bewerten Volatilität und Handlungsoptionen. |
| Rational | Es wird angenommen, dass Marktteilnehmer rational und im eigenen wirtschaftlichen Interesse handeln. Jeder Wert folgt einer expliziten ökonomischen Logik, die Schritt für Schritt nachvollziehbar ist. |
| Unverzerrt | Nur geordnete Transaktionen, die unter normalen Bedingungen abgeschlossen wurden, fließen in das Framework ein. Wertschätzungen Dritter werden nicht als Eingangsdaten verwendet. |
| Ganzheitlich | Vier Datenarten fließen in ein Modell ein: sportliche Leistung (286 Rohmetriken, 38 Output-Indikatoren pro Spieler), Club-Ökonomie, Marktverhalten sowie rechtliche und vertragliche Bedingungen wie Restlaufzeit, Gehalt und Ausstiegsklauseln. |
| Multiperspektivisch | Ein Spieler hat für den Club, der ihn erwerben würde, für den Club, der ihn abgeben würde, und für sich selbst jeweils einen anderen Wert. Das Framework liefert für jede Perspektive einen eigenen Indikator auf einer einheitlichen Grundlage. |
| Validiert | Interne Prüfung durch die FIFA, externe unabhängige Prüfung und Kalibrierung mit Praktikern aus den Clubs. |
Zehn Prinzipien bestimmen jeden Wert.
Der Wert ist objektiv, unverzerrt und spiegelt in allen wesentlichen Belangen den wahrscheinlichsten wirtschaftlichen Wert der sportlichen Rechte am Spieler wider.
Werte folgen einer expliziten ökonomischen Logik, nicht Stimmungen, Reputation oder der Dynamik aktueller Schlagzeilen.
Der Referenzkäufer hält die Disziplin beim Verhältnis von Gehaltskosten zu Erlösen ein, die Nachhaltigkeit erfordert. Ein Markt, der zu diesen Werten handelt, wäre ein Markt im Gleichgewicht.
Die Bewertung spiegelt die spezifischen Faktoren jedes Spielers wider. Sie ist mehrdimensional und nicht auf eine einzelne Statistik reduziert.
Für jeden Spieler gelten dieselbe Methode, dieselben Annahmen und dieselben Parameter. Vergleichbare Profile in vergleichbaren Umfeldern erhalten vergleichbare Werte.
Es wird angenommen, dass alle Parteien gleichen und transparenten Zugang zu den in der Bewertung verwendeten Informationen haben.
Verzerrungen durch Fristendruck, Notverkäufe oder andere externe Zwänge sind konstruktionsbedingt ausgeschlossen.
Für jeden erfassten Spieler existiert jederzeit ein Wert, unabhängig davon, ob ein vergleichbarer Marktpreis beobachtbar ist.
Verankert in bewährten Bewertungsansätzen, mit Vorrang der ertragsorientierten Bewertung, sowie in der wissenschaftlichen Literatur zu Leistung und Humankapital.
Das Framework unterstützt Entscheidungen. Es ersetzt sie nicht.
Drei Parteien. Eine Standardreferenz.
Der Wert eines Spielers ist der Barwert des erwarteten wirtschaftlichen Nutzens über den Vertragshorizont, abhängig von der Leistung und von der Fähigkeit des Clubs, diese zu monetarisieren. Dieser Wert hängt davon ab, wer fragt.
| FIFA Standard Value | Das Äquivalent eines unabhängigen Ratings. Entwickelt in Zusammenarbeit mit der FIFA, die als Inhaberin des geistigen Eigentums und Betreiberin des Berechnungsverfahrens die korrekte Berechnung und die Bereitstellung an alle Stakeholder der Fußballbranche gewährleistet. Verwendung: institutioneller Benchmark, Referenz für Schadensersatz und Ausstiegsklauseln. |
| Rational Fee | Der erwerbende Club, zum Bewertungsstichtag. Eine vorsichtige, marktkonsistente Schätzung der realisierbaren Ablösesumme, unter Berücksichtigung von Restvertrag und Ausstiegsklauseln. Verwendung: Kaderwert für Regulierungszwecke, Verhandlung. |
| Residual Value | Der abgebende Club. Der wirtschaftliche Nettowert des bestehenden Vertrags. Verwendung: Portfoliomanagement, Wertminderungs- und Bilanzanalyse. |
| Standard Salary | Der Spieler. Nachhaltige Vergütung für den erwarteten Beitrag des Spielers und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Clubs. Verwendung: Gehaltspolitik, Vertragsverlängerung. |
| Weitere | Standard Football entwickelt und implementiert ein breites Set wirtschaftlicher und finanzieller Indikatoren und bietet so eine ganzheitliche Analyse der Struktur und Dynamik der Fußballbranche. |
Zwei unabhängige Methoden. Eine offengelegte Konvention.
Kaderwert aus institutionellen Spielerbewertungen, Sachanlagen mit offengelegten Eigentumsverhältnissen sowie immaterielle Vermögenswerte.
Umsatzmultiplikatoren aus vergleichbaren Transaktionen, normalisiert nach Liga, Cluster, Eigentümerstruktur und Zeitpunkt. Berechnet ohne Bezug auf das substanzbasierte Ergebnis.
Der Durchschnitt beider Werte. Die Spanne zwischen ihnen wird als eigenständiger Indikator ausgewiesen.
Vom Enterprise Value zum Equity Value: Die Überleitung wird explizit dargestellt, einschließlich Transferverbindlichkeiten und -forderungen.
12 Spielprinzipien. 286 Rohmetriken.
38 Output-Indikatoren pro Spieler.
Rollen- und ligabereinigt. 18-Monats-Fenster mit Aktualitätsgewichtung. Eigene Methodik für Torhüter.
Vor der Veröffentlichung geprüft.
| FIFA | Multidisziplinäre Taskforce: interne Prüfung von Methode, Daten und Ergebnissen. |
| Unabhängige Experten | Zwei von der FIFA bestellte unabhängige Gutachter: externe Bewertung. |
| Clubs | Führungskräfte und Sportdirektoren europäischer Clubs: Kalibrierung der Indikatoren und Gestaltung der Dashboards. |
| Sprache | Abstimmung mit dem FIFA Language Protocol. |
Das Framework, dokumentiert.
| Dokument | Inhalt | Zugang |
|---|---|---|
| Methodology — Public Edition | Das vollständige Framework, versioniert | PDF · E-Mail erforderlich |
| Indikatorenglossar | Jeder Indikator, seine Perspektive und die Frage, die er beantwortet | Öffnen |
| Versionshistorie | Änderungsprotokoll mit Gültigkeitsdaten und Vorankündigung | Öffnen |
| Bekannte Einschränkungen | z. B. Frauenfußball: Expected Fee noch nicht kalibriert, daher wird keine Rational Fee berechnet | Öffnen |
| Technische FAQ | Fragen von Clubs, Beratern und Aufsichtsbehörden | Öffnen |